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Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Witold Kaczmarek
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Gesundheitsnews



UKE-Studie: Weniger Menschen wegen Passivrauchens an Lungenkrebs gestorben
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Passivraucher haben genau wie Raucher ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Doch die Zahl der auf Passivrauchen zurückzuführenden Todesfälle an Lungenkrebs ist in den vergangenen 20 Jahren trotz einer allgemein alternden Bevölkerung gesunken. Das haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in einer Studie ermittelt, die sie im International Journal of Public Health veröffentlicht haben. Als Vergleich diente eine Studie, die UKE-Studienleiter Prof. Dr. Heiko Becher bereits 1994 mit den damals aktuellen Zahlen durchgeführt hatte. Die Forscher gehen davon aus, dass der Rückgang auf den seitdem gestiegenen Schutz der Nichtraucher zurückzuführen ist.

Im Jahr 2012 sind rund 47.000 Menschen an Lungenkrebs gestorben. Darunter waren etwa 41.000 Raucher und damit rund 6000 Nichtraucher. Basierend auf diesen Zahlen haben die Wissenschaftler errechnet, dass 7,6 Prozent der männlichen und 4,7 Prozent der weiblichen Lungenkrebstodesfälle bei den Nichtrauchern auf Passivrauch zurückzuführen sind.

„Nach unseren Schätzungen sind pro Jahr 167 Lungenkrebstodesfälle auf Passivrauchen zurückzuführen. Diese Zahl ist im Vergleich zum Jahr 1994 deutlich gesunken, damals waren es 400. Trotz der Alterung der Bevölkerung und einem daraus folgenden Anstieg der Krebstodesfälle insgesamt sind damit deutlich weniger Todesfälle an Lungenkrebs durch Passivrauchen als vor 20 Jahren zu beklagen. Dieser positive Trend sollte durch weitere Maßnahmen im Bereich des Nichtraucherschutzes gestärkt werden“, sagt Prof. Dr. Heiko Becher, Studienleiter und Direktor des Instituts für Medizinische Biometrie und Epidemiologie des UKE.

Insgesamt waren im Jahr 2012 ein Viertel der nichtrauchenden Frauen und etwa 40 Prozent der nichtrauchenden Männer Passivrauch ausgesetzt. 1994, als in Deutschland zuletzt eine Risikobewertung von Passivrauchen durchgeführt wurde, waren noch etwa 60 Prozent der Männer und 70 Prozent der Frauen passivrauchexponiert, das heißt, sie waren durch den rauchenden Partner, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit Zigarettenrauch ausgesetzt.

Literatur:
Becher H, Behlau M, Winkler V, Aigner A. Estimating lung cancer mortality attributable to second hand smoke exposure in Germany. International Journal of Public Health, 2017.
http://rdcu.be/uAWl

Broschüre „Spielend im Freien“
Alte Spiele neu entdeckt – Dilek Kolat und Techniker Krankenkasse stellen Broschüre „Spielend im Freien“ vor

Himmel und Hölle, Gummi-Twist oder Ochs am Berge – wer kennt eigentlich noch die Spiele, die unsere Großeltern bereits mit Begeisterung spielten? Damit diese alten Spiele nicht in Vergessenheit geraten, haben die Senatsverwaltung für Gesundheit ,Pflege und Gleichstellung und die Techniker Krankenkasse (TK) sie in einer Broschüre zusammengefasst. Denn Kinder müssen sich bewegen, damit sie gesund aufwachsen. Die Broschüre “Spielend im Freien” zeigt alte, fast vergessene Spiele, die Kinder im Freien spielen können. Das Heft erscheint erstmals auch in arabischer und türkischer Sprache. Senatorin Kolat: „Bewegungsmangel beeinträchtigt die körperliche und seelische Entwicklung von Kindern. Dabei spielen Kinder eigentlich gerne aktiv. Man muss sie nur dazu ermuntern. Die Broschüre lässt Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und die Kinder selbst die alten, aber immer noch aktuellen Spiele neu entdecken. So werden die motorischen Fähigkeiten der Kinder spielend durch Bewegung gestärkt, Übergewicht wird entgegengewirkt, manchmal wird sogar eine medizinische Therapie überflüssig. Denn Bewegung ist entscheidend für eine gesunde Entwicklung unserer Kinder.“ Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin: “Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Diesen wollen wir fördern. Schön ist es, dass die Spiele gemeinsam mit anderen Kindern gespielt werden können und damit auch die sozialen Kompetenzen gestärkt werden.” Der Grundstein für eine gesunde Lebensweise wird im Kindesalter gelegt. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK hat gezeigt, dass sich jedes fünfte Schulkind in Berlin überhaupt nicht sportlich betätigt. Kitas und Schulen sind deshalb ideale Orte für eine umfassende Gesundheitsförderung. Die Berliner Landesprogramme “Kitas bewegen – für die gute gesunde Kita” und “Gute gesunde Schule” tragen diesem Aspekt Rechnung. Die Broschüre wird ab sofort allen Berliner Kindergärten zur Verfügung gestellt.

  • Download unter: http://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/schwangerschaft-und-kindergesundheit/kindergesundheit/kinder-und-jugendliche/
  • Bestellungen an: Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Andrea Subke, Oranienstraße 106, 10969 Berlin, E-Mail


Eltern aufgepasst: Leckere Rezepte für das Pausenbrot
Broschüre der Herzstiftung (kostenfrei) bringt mehr Farbe in die vollwertige Pausenverpflegung: in Kita, Schule und Betrieb

(Frankfurt a. M., 15. August 2017) Morgens in der Hektik fehlt Eltern oftmals die Zeit oder die zündende Idee für das Pausenbrot ihres Kindes: Lecker und gesund muss es sein und dazu noch Abwechslung bringen – keine leichte Aufgabe. Eine Zwischenmahlzeit wie das Pausenbrot gehört aber in jede Kindergarten- und Schultasche, ebenso wie zur Verpflegung im Betrieb. Mit viel Abwechslung und geringem Aufwand lassen sich gesunde und leckere Pausen-Snacks zaubern. Das zeigen die Rezepte in der neuen Broschüre „Herzgesundes Pausenbrot“ (16 Seiten), die kostenfrei bei der Deutschen Herzstiftung (Tel. 069 955128400 oder E-Mail: bestellung@herzstiftung.de) angefordert werden kann.
„Besonders Kinder kann man nicht früh genug für die Bedeutung einer gesunden Ernährung für die Herzgesundheit wie auch für die geistige Leistungsfähigkeit sensibilisieren. Das funktioniert jedoch nur, wenn das Pausenbrot auch gut schmeckt und so bei ihnen der Wunsch nach Süßwaren gar nicht erst entsteht“, betont Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung. Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Lebensstilfaktor, der neben regelmäßiger Bewegung und Rauchverzicht zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sowie anderer Leiden wie Diabetes viel beitragen kann. „Unsere Rezepte machen Kindern und Erwachsenen Lust auf eine abwechslungsreiche und zugleich vollwertige Pausenverpflegung.“
Zum Beispiel Vollkornbrot mit Schinkenradieschenquark, Knuspermüsli mit Kräuterquark oder das Brotschaschlik mit Paprikafrischkäse und Salamiäpfeln sowie Gemüsesticks: Solche Pausen-Snacks sorgen für eine ausgewogene Mahlzeit bestehend aus Obst und Gemüse (enthalten Vitamine, Mineralien und pflanzliche Schutzstoffe), Vollkornprodukten (liefern B-Vitamine und Kohlenhydrate, sättigen und regen die Verdauung an) und Milchprodukten (führen dem Körper u. a. Eiweiß, Calcium und Vitamin B2 zu). Diese drei Bausteine gehören auch zum gesunden Pausenbrot. Kinder und Erwachsene sollten zudem ausreichend trinken: 1 bis 1,5 Liter Flüssigkeit braucht ein Schulkind täglich, an heißen und bewegten Tagen auch deutlich mehr. Alle Getränke sollten frei von Zucker und Koffein sein.

Tipp: Die Broschüre „Herzgesundes Pausenbrot“ (16 Seiten), verfasst von Gerald Wüchner, Küchendirektor der ANregiomed Kliniken, kann kostenfrei telefonisch unter 069 955128400 und per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de bei der Herzstiftung angefordert werden.